Lofoten und Vesterålen

 
 
 
 

Wie kann man die Lofoten am besten Beschreiben ...  

Man nehme die Schweiz, tauche sie ins Meer, bis nur noch Bergspitzen und Alpen herausragen, verbinde die grösseren Inseln mit Brücken und Tunneln unter dem Meer hindurch und schon hat man so etwas ähnliches wie die Lofoten. Berge auf deren Gipfeln noch Anfang August etwas Schnee liegt, dessen Schmelzwasser kleine Bäche die steilen Hänge herunterstürzen lässt oder Felswände im Sonnenlicht zum gleissen bringt. Grüne Wälder bis hoch hinaus und saftige Wiesen auf denen gut genährtes Rindvieh weidet, manchmal auch ein paar Schafe.

Dann natürlich die herrlichen Fjorde, Fischerhäfen in denen noch Fisch eingefahren und Regional verarbeitet wird, Buchten mit weissem Sandgrund der das Meer türkis strahlen lässt und Badebuchten mit kalkweissen Stränden. Es gibt zwar nicht sehr viele davon, aber sie sind wunderschön und ganz Nebenbei - ich würde da nie reingehen, mir wäre das Wasser viiiiel zu kalt.

Auf den Alpen hat es Seen mit klarem Wasser, manche dienen sogar als Trinkwasser Reservoir und zwischen den grösseren Inseln hat es tausende von kleineren Inselchen und Felsbrocken, die noch knapp die Wasseroberfläche durchstossen.

 
 

Die Fjorde reichen bis tief in das zerklüftete Inselreich hinein oder teilen die Inseln manchmal schon fast wieder auf und sind auf den ersten Blick kaum von einem See zu unterscheiden. Aber anhand der Brücken lässt sich erkennen, dass es sich doch um einen Fjord handelt, über einen See würde man wohl kaum keine Brücke bauen.

Auf der südlichsten Insel Moskenesøy liegt, in einer vor dem wilden Nordmeer geschützen Bucht, das wunderschöne Fischerdorf Reine, gleichzeitig auch Gemeindezentrum der Insel. Auf Moskenesøy befindet sich auch der höchste Berg der Lofoten mit einer Höhe von 1029m. Man soll einen tollen Ausblick haben von da Oben, aber der Gipfel ist leider nicht mit einem normalen Strassenfahrzeug erreichbar. 

Die Häuser sind fast ausschliesslich aus Holz gebaut mit vertikalem oder horizontalem Täfer an den Aussenwänden. Die Fischerhäuser sind meistens in traditionellem rot gehalten, bei den Wohnhäuser dominieren weiss, hellgrau oder hellgelb. Holz dient hier im Norden sowohl als Baumaterial, zum Gerüstbau wie auch zum Heizen und ist in grossen Stapeln um die Häuser aufgeschichtet.

Oft sieht man am Hafen oder auch anderswo am Ufer schön in einer Reihe aufgestellte "Fischerhäuschen", diese werden aber meistens als Unterkünfte für Touristen und Urlauber vermietet oder gehören zu normalen Hotelanlagen.

Die ockerfarbenen Fischerhäuser habe ich bisher nur hier in den Lofoten angetroffen.

 

Die Brücken schwingen sich meistens in Bögen über die Wasser. Manche sind nur für die Durchfahrt von kleineren Booten geeignet, andere reichen hoch hinauf, so dass auch grössere Fischerboote passieren können. Ganz am südlichsten Ende der Lofoten, sind sie teilweise einspurig mit Verkehrsregelung durch Ampeln.

Immer wieder trifft man auf Badebuchten mit kalkweissem, feinem Sand. Als ich am Vorabend an dieser Buch vorbeikam, hatte es mindesten 200 Leute hier, Kinder mit ihren Eltern die im Wasser spielten, oder junge Leute die auf Surfbrettern paddeln.

 
 

Albert Eberli